Four und Melody

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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:28 am

Der Tag war eindeutig der beste der ganzen Woche dachte ich. Tris und ich lagen auf dem Dach eines Hochhauses und beobachteten die Wolken, sie zogen vorbei und manchmal sah ich verschiedene Tiere oder Formen in ihnen, wir hatten beide etwas zu Essen mitgenommen und genossen die Zeit. Ich drehte mich langsam zu ihr um und blickte sie von der Seite an, nach einer Weile bemerkte sie meine Blicke und drehte sich zu mir, so lagen wir einige Zeit da.
Der Himmel wurde langsam rot und die Wolken nahmen einen lila Ton an. Wir setzten uns beide auf die Mauer und schauten dem Sonnenuntergang zu, ihr Kopf lag auf meiner Schulter und ich vergrub meine Nase in ihren Haaren, ein herrlicher Zitronengrasduft haftete an ihr. "Wir müssen langsam wieder zurück." Hauchte ich ihr in die Haare. Sie richtete sich auf und küsste mich.
Auf den Weg in die Grube treffen wir Christina, Will und Uriah.
" Wo wollt ihr denn alle hin" fragte Tris.
"Na heute ist doch Tattoonacht im Q2." Sagte Uriah zu ihr, ich blickte Tris an, wie konnte ich die Tattoonacht vergessen, die Party in der Grube, jeder war da und fast alle ließen sich Tattoos machen oder feierten einfach nur. Tris hatte letztes Jahr die Tattoonacht nicht miterlebt, aber dieses Jahr musste sie einfach mitkommen.
Wir schlossen uns der Truppe an und gingen mit ihnen runter in die Grube. Auf den Weg traf ich Eric, der mich kurz zur Seite nahm.
"Four ich habe keinen Bock mehr deinen scheiß Job zu machen, morgen schwingst du deinen Arsch wieder zu den Initianten."
Damit war er auch schon wieder verschwunden.
Tris blickt mich an und ich zucke nur mit den Schultern.
Als wir in der Grube ankamen, waren schon gut die Hälfte der Ferox betrunken, selbst Zeke blickte mich leicht schief an. Ich ging zu ihm und nahm ihm seine Flasche ab um selber einen Schluck zu nehmen, dabei schlug er mir vor Freude so doll auf den Rücken das ich mich verschluckte. Der Lacher war perfekt, alle Ferox in unmittelbarer Nähe fingen an zu lachen, ich gab Tris die Flasche und schnappte mir Zeke, wir drehten uns auf den Boden und fingen beide schallend an zu lachen.
Die Stimmung war perfekt.
Ich blickte Tris an und sagte ihr. " Kommst du kurz mit?" sie sieht mich an und ihr blick sagte mir nur wohin, ich nickte nur zur Seite.
Wir gingen beide den Gang entlang zu den Schlafsäle der Initianten.
Wie ich mir gedacht habe sind die meisten von ihnen im Schlafsaal.
"Ihr seht aus wie das letzte Elend" sage ich laut.
"Schwingt eure Ärsche aus dem Schlafsaal und geht in die Grube, da steigt heute die Party des Jahres und die wollt ihr euch doch nicht entgehen lassen oder?"
Ich blicke wie immer mit ernster Mine und Tris pickt mich in die Seite, ich drehe mich um und verlasse den Raum. Kurz danach wende ich mich zu Tris uns sage. "Du kannst mich doch nicht picken, wenn ich mit denen rede... soll ich etwa vor den lachen?".
Tris blickt mich nur an und dann kitzelt sich mich in meine Seite.
Ich muss mich zusammenreißen nicht zu schreien.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:29 am

Ich schlief schon tief und fest, da wurde ich, wie viele andere von einer lauten sehr bekannten Stimme geweckt. Ich öffnete die Augen und rieb sie mir. Four? Ich stand auf und zog mich an. Was für eine Party war da nur? Melissa riss mich plötzlich an der Hand mit. Ich hatte meine Haare nun offen gelassen, da wir nicht trainierten. Erst sagte man uns, wir sollten schlafen gehen und uns ausruhen und dann so etwas?
Melissa und ich kamen noch vor den anderen in der Grube an. Viele der Leute, die ich sah, waren betrunken. Ich war nicht der Typ für Alkohol, naja, ich wollte nicht so werden wie mein Vater, vielleicht deswegen. „Also ich lasse mir ein Tattoo stechen“, meinte Melissa stolz. Ich lächelte sie an und nickte. Ich hatte zwar schon eins, aber ich entschied mich ebenfalls dazu, mir noch eins stechen zu lassen. Ich legte mich auf einen der Stühle. Auf den Bauch, denn ich wollte ein Tattoo, welches meinen rücken fast komplett bedeckte. Die Zeichen der Fraktionen mit ein paar Vögeln darum. Es war die gleiche Frau, wie vor zwei Tagen auch und sie lächelte. „Bald kommt die zweite Phase. Und? Was hast du für ein Gefühl?“, fragte sie mich. Ich schloss die Augen. „Nicht so gut. Ich weiß auch gar nicht, ob ich dafür gemacht bin“, flüsterte ich dann, damit es kein anderer mitbekam. Sie sah mich an aufmunternd. „Nanana, so etwas will ich nicht hören. Dein Tattoo ist fertig und ich finde es schön“, meinte sie. Ich lächelte und betrachtete es im Spiegel. „Danke, das ist echt schön“, meinte ich dann und lächelte. Sofort kam Melissa zu mir. Wir waren ziemlich gute Freunde geworden. „Wow, aber warum alle Fraktionen?“, fragte sie. „Das erkläre ich dir später“, wich ich ihrer Frage aus, denn ich konnte es nicht erzählen.
Sie zog mich dann mit zum Tresen und ja, sie brachte mich dazu einiges in mich reinzukippen, doch ich hielt mich zurück, um nicht total bescheuert durch die Gegend zu laufen. Ich war leicht angetrunken, aber egal. Ich war schon nicht so, wie mein Vater. Ich sah mich um und bemerkte, dass mich jemand anstarrte, doch er stand zu weit weg, dass ich ihn erkannte. Ich ignorierte es einfach und feierte weiter mit Melissa.
Als es spät wurde, gingen wir beide dann zurück und legten uns schlafen. Wir hatten viel Spaß an dem Abend gehabt und hatten auch einige neue Freunde gefunden, doch dann wurde es uns zu viel, doch es war auch schon sehr sehr spät. Wir legten uns beide hin, doch ich lag auf irgendwas. Ich zog einen Zettel hervor und las ihn:
Geheimnisse sind nicht gut, aber zum Glück bist du ja kein Candor.
Manche Geheimnisse können tödlich sein. Du solltest dich in Acht nehmen.
Ich riss die Augen auf und zerriss den Zettel schnell. Niemand anderer durfte das lesen. Ich legte mich nun hin, dachte nach über das, was da stand. Von wem war der? Und was wollte der? Oh man.
Irgendwann schlief ich dann Gott sei Dank ein.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:29 am

Die Party war wie immer sehr sehr schön und ich sah Tris zum ersten mal betrunken. Wir schwankten beide gemeinsam zu meinem Zimmer und ließen uns nur aufs Bett fallen. Kaum auf dem Bett gelandet schliefen wir auch schon ein.
Als wir aufwachten war es 9 Uhr morgens, ich blicke ungläubig auf meine Uhr und springe auf, zog meine Hose und mein T-Shirt an, putze meine Zähne, warf Tris einen Kuss zu und rannte in den Speisesaal um mir einen Apfel zu holen, danach kam ich etwas atemlos im Trainingsraum an. Die Initianten haben sich mit Messern vor die Wand gestellt und übten, einige saßen rum und wieder andere schliefen.

"Initianten an die Line" brüllte ich so laut ich konnte.
Wie eine Schar aufgeschreckter Hühner kamen sie herbei. Ich stemmte meine Arme in die Seite und blickte alle an.
"Was war das hier gerade bitte?" fragte ich aufgebracht.
"Nur weil der Ausbilder nicht da ist, heißt das nicht das ihr in den Ecken sitzen könnt oder hier drin schlaft, es wird trainiert und ich will nichts anderes sehen. Melissa,George,Mark,Matthew,Jacob, Deric, Hoi und Luka 30 Runden im Kreis und zwar schnell."

Die 8 Initianten rannten los. "Die anderen wir machen heute weiter mit den Messer und Schießübungen, nehmt euch jeder Messer und eine Waffe und mir folgen."
Ich verließ zusammen mit dem Rest der Gruppe den Raum und ging mit ihnen aufs Dach, hier oben stehen bewegliche Ziele.
"Wie ihr sehen könnt sind diese Ziele beweglich, denn kein Feind wird stock steif vor euch stehen. Ich möchte sehen wie gut ihr sie trefft."

Ich stellte mich an den Rand und wartete bis die ersten anfingen zu schießen, dann drehte ich mich um und ging zu den Faulpelzen in den Trainingsraum, um zu sehen wie weit diese sind.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:29 am

Ich war noch immer müde als wir geweckt wurden, doch trotzdem zog ich mich schnell an, machte mir einen Zopf, ging was essen und ging dann mit den anderen in den Trainingsraum. Viele setzten sich an die Seite und schliefen weiter oder taten einfach gar nichts, doch das würde Ärger geben, wenn der Ausbilder doch kommen würde, ziemlich Ärger.
Ich stellte mich also an die Wand und übte das Messer werfen bis fast jeder Wurf dahin ging, wo er auch hin sollte. Melissa hatte sich gesetzt und war wieder eingeschlafen. Ich hatte es endlich geschafft meine Fähigkeit im Messerwerfen so weit auszubauen, dass ich es fast perfekt beherrschte, zumindest auf nicht beweglichen Scheiben. Plötzlich hörte ich das Gebrüll hinter uns. Ich zuckte zusammen und stellte mich an die Linie. Warum war Four wieder da? Oder eher warum war er weg gewesen?
Er schickte die, die eben nicht trainiert hatten laufen und zwar 30 Runden. Ich hatte es Melissa ja gesagt, aber sie hatte noch halb geschlafen. Da fiel mir der Brief von abends wieder ein. Ich atmete tief ein und aus, verdrängte den Gedanken wieder. Ich griff mir dann ein paar Messer und eine Waffe und folgte Four, wie die anderen.
Wir gingen aufs Dach und dort warteten bewegliche Scheiben auf uns. Alle hielten sich zurück, als er meinte, dass wir anfangen sollten, doch ich nicht. „Ich fang an“, meinte ich dann, denn die anderen schienen nicht sehr begeistert. Ich musste schnell sein und gut zielen. Ich fing mit den Messern an, weil ich da schneller war und warf sie. Bei allen drei Scheiben traf ich fast genau die Mitte, bei einer sogar direkt die Mitte. Nun das Gewehr. Ich zielte, aber feuerte auch schnell. Die Schüsse waren nicht ganz so gut wie die Würfe, aber trotzdem gut. Ich traf alle ziemlich nahe an der Mitte, dann ließ ich die Waffe senken und trat zurück, um einem anderen Platz zu machen, denn hier konnten nicht ganz alle auf einmal schießen. Ich sah den anderen zu, doch ich wollte nicht einfach so rumstehen und hielt mich deswegen warm, in dem ich mich dehnte und ein paar Tritte übte. Ich machte Liegestütze wie Tris es mir empfohlen hatte, denn ich konnte mich ja nicht mal mit Melissa unterhalten, denn sie war ja bei den anderen, wo Four auch hingegangen war. Da sprach mich ein Junge an. Ein Kumpel von Melissa. Ich stand auf und sah ihn an. „Brauchst du Hilfe? Ich warte gerade gleich noch einmal schießen zu können, weil die anderen auch wollten. Ich könnte dir bei den Schlagtechniken helfen“, meinte er. Ich lächelte und nickte. „Danke.“ Er zeigte mir, wie ich die Technik verbessern könnte und ich setzte es um, doch dann durften wir wieder schießen. Ich grinste, denn wir hatten eine Wette abgeschlossen. Wenn er besser traf als ich, dann würde ich ihm ein Eis ausgeben und wenn ich besser traf würde er mir eins ausgeben.
Wir fingen an und verglichen danach. Ich war besser, weswegen ich ihn angrinste und er mir freundschaftlich gegen die Schulter schlug, doch dann hob er mich plötzlich hoch und drehte mich im Kreis. Ich sah ihm tief in die Augen und er mir. Ich räusperte mich und sah dann den anderen beim schießen zu. Was war das denn eben?
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:29 am

Ich ging die Treppe runter zum Trainingsraum und öffnete die Tür, alle 8 rannten ihre Runden, ich ging näher ran und fragte laut. "Welche Runde ist das grad?" Melissa drehte sich zu mir und rief. "Die 23 Runde..." Ich blickte alle der Reihe nach an und fing an etwas zu schwadronieren. "Ich hoffe das hier war euch eine Lehre, ihr seid nicht hier um immer von mir rumgescheucht zu werden, ihr sollt einmal eigenständige Aufgaben erledigen und euch selbst nützlich machen, es gibt absolut nicht das ihr hier rumliegt und schlaft." Ich freute mich etwas, die 8 hier mit meinem Gerede zu ärgern.
Ich zählte die letzten 7 Runden mit und gab dann jeden von ihnen eine Waffe und drei Messer, dann bedeutete ich ihnen mir zu folgen. Als wir oben auf dem Dach ankamen sah ich gerade Melody wie sie von einem Mitinitianten in die Luft gehoben wurde. Ich sah den Typen an der sie hochgehoben hat und musste fast laut lachen als ich seinen Blick gesehen habe, hier scheint wohl bald ein neues Liebespaar zu entstehen. Ich weiß noch als sich Will und Christina immer näher kamen und welche Blicke da zwischen ihnen hin und her gegangen sind und ich weiß noch wie ich Tris immer anblickte. Ich wendete meinen Blick von den beiden ab und rief die anderen Initianten zu mir.
"Ihr 8 geht an die Stände und fangt an zu üben." Sie sahen mich nicht an, sie gingen gleich zu den Übungsplätzen und versuchten ihr Glück.
"Ihr anderen ich möchte jetzt von euch hören wie ihr euch selbst einschätzt, hatten ihr Probleme bei dieser Übung?" Sie sahen mich an und dachten ich wollte sie auf den Arm nehmen, aber letztlich müssen sie selbst sehen wo sie noch Übung brauchten und wo nicht, von daher wartete ich und hörte mir ihre Aussagen an.
"Gut, heute Abend werde ich das Zwischenergebnis eurer Platzierungen bekanntgeben." Alle blickten mich erwartungsvoll an, als wenn ich es ihnen in einen kleinen geheimen Moment doch erzählen würde, aber ich funkelte sie nur böse an. Ich ging an ihnen vorbei und schaute mir die Versuche der 8 Nachzügler an. Nach gut 20 Minuten hatten diese keine Lust mehr und wollten gehen, ich blickte alle an und entließ sie.
Ich räumte die Messer weg und ging die Treppe runter in mein Zimmer, etwas Schlaf wäre jetzt gut.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:30 am

Ich überlegte, wie noch mal der Kumpel von Melissa hieß, mit dem ich hier trainierte. Jason, genau. Sein Name war Jason. Er sah mich an und... dieser Blick. Er machte mich verlegen. Ich fuhr mir durch die Haare und sah zu Boden, doch Jason hob mein Kinn an. Ich lächelte. Er lächelte. Erst jetzt bemerkte ich, dass Four wieder da war. Jason nahm dann plötzlich meine Hand und zog mich mit zu Four. Ich war mir unsicher, ob ich ihn an mich ranlassen sollte oder nicht, denn ich hatte Angst. Angst vor dem, was er tun würde, wenn er alles erfuhr.
Four schickte die acht zum Üben und fragte uns, wie uns die Übung lag. Ich sah ihn an, niemand sagte etwas. Dann sagte ich eben was. „Mir fiel die Übung leicht, aber ich werfe auch gerne Messer oder schieße, vielleicht deswegen, aber ich brauche noch Übung im Kämpfen. Das weiß ich“, meinte ich und sah ihn an. Irgendeiner musste ja etwas sagen. Dann begannen auch die anderen zu reden, doch bei vielen war es anders herum. Sie waren im Kämpfen gut und brauchten Hilfe bei den anderen Sachen. Das deprimierte mich etwas, aber ich hatte es mir gedacht.
Heute Abend? Zwischenergebnisse? Oh Gott. Das machte mich nervös. Ich sah Jason an und er zog mich nun an sich, weil wir nur noch auf die Nachzügler warteten. In seiner Nähe fühlte es sich gut an, aber es machte mir Sorgen. Denn das hieß, dass ich mich ihm anvertrauen sollte und das war mir nicht wirklich geheuer.
Wir hatten jetzt Schluss. Jason sah mich an. „Du meintest, dass du noch etwas Probleme beim Kämpfen hast? Was hältst du davon, wenn wir jetzt in die Trainingshalle gehen und ich dir da helfe oder es zumindest versuche. Wäre ein Vorschlag oder?“, meinte er. Ich lächelte und nickte etwas unsicher. Ich nahm seine Hand wieder. Ich würde es versuchen. Wir aßen vorher aber noch etwas.
Dann gingen wir zusammen runter in die Trainingshalle. Er meinte, dass ich ihn angreifen solle. Ich tat es, doch er blockte den Angriff. „Benutze die Schnelligkeit die in dir steckt.“ Ich sah ihn an und holte tief Luft. Ich nickte. Ich sah ihm tief in die Augen und zog ihm dann die Füße weg. Er lachte. „Du hast mich abgelenkt“, meinte er. Ich grinste. „Dann hättest du dich konzentrieren müssen“, meinte ich dazu, da zog er mich plötzlich zu sich runter, so dass ich auf ihm landete. Ich lachte und sah ihm tief in die Augen. Ich sah verlegen weg und wollte dann aufstehen, doch dann küsste er mich. Ich war so überrascht, dass ich es fast verpasste den Kuss zu erwidern. Ich wurde rot und lächelte verlegen. Jason strich mir über die Wange. „Genau dieses Lächeln gefällt mir“, erklärte er und half mir dann auf. Er zog mich in eine Umarmung und ich erwiderte sie und schloss die Augen. Ich fühlte mich bei ihm wieder wie zu hause. Er hatte es geschafft. „Danke“, flüsterte ich.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:30 am

Auf den Weg in mein Zimmer traf ich auf Uriah.
"Four hast du schon gehört, Tris hat sich heute mit Eric angelegt und es flogen unschöne Worte. In der Grube spricht man über nichts anderes mehr." Ich blickte Uriah fassungslos an.
"Ist das dein Ernst? Wo ist Tris?" fragte ich ihn, da ich mir lieber selbst ein Bild von der Sache machen wollte. "Also ich habe sie nach dieser Sache nicht mehr gesehen." Ich sollte sie suchen dachte ich, ich ging mit Uriah mit, als und Zeke über den Weg lief. Sein grinsen sagte mir schon wieder alles. "Deine Freundin hat mal wieder für gehörig Furore gesorgt, Eric rennt rum wie von einer Tarantel gestochen." Oh man, mir läuft es eiskalt den Rücken runter, ich möchte ihm jetzt nicht über den Weg laufen. Mit Uriah und Zeke im Schlepptau wollte ich gerade Tris suchen gehen, als mit einfiel das ich noch die Messer in der Hand hatte. Ich drehte mich um und deutete Uriah und Zeke an, dass ich das hier kurz in den Trainingsraum bringen muss, beide folgten mir. Vor dem Trainingsraum angekommen, stieß ich die Tür auf und trat ein. Vor mir lagen Melody und wie war sein Name gleich... ahja Jason. Man der Junge lässt ja auch wirklich nicht anbrennen, gerade noch geflirtet auf den Dach und nun das. Ich gehe leise zu der Kiste und lasse die Messer reinfallen, beide standen gerade auf und umarmten sich, ich blickte nur noch einmal kurz hin und drehte mich dann um, weil ich Zeke und Uriah schon kichern hörte, ich packte beiden am Kragen und brachte sie raus.
Als die Tür zu fiel fingen sie auch schon an zu lachen. "Was war denn das da gerade, wir zwei kleine Schulkinder am knutschen im letzten Raum." sagte Uriah und klopfte Zeke auf die Schulter. Ich musste nur Schmunzeln, da mich das so sehr an Christina und Will erinnert.
Jetzt aber muss ich Tris finden und in Erfahrung bringen was hier heute passiert ist.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:31 am

Ich bemerkte Four und die anderen erst, als sie kicherten. Ich ließ Jason schnell los. Oh war das peinlich. Jason grinste. „Wir sollten besser aufpassen, wie wir rumstehen oder liegen“, meinte er dann. Ich lächelte. „Du hast recht“, erwiderte ich nun auch grinsend. „Lass uns wo anders hingehen“ Ich nickte und nahm seine Hand, führte ihn raus. Wir gingen über eine Brücke und ich hatte mich beim gehen kurz zu Jason umgedreht, da stieß ich gegen jemand. Erschrocken drehte ich mich zu diesem um und riss die Augen. „Tut mir leid Eric“, meinte ich unsicher, der mir plötzlich eine runterschlug. Ich verlor das Gleichgewicht und fiel die Brücke runter.
Ich schaffte es gerade noch zu halten, doch meine Hände rutschten. Ich versuchte mich hochzuziehen. Eric sah zu mir herunter. „Wenn du lostlässt, stirbst du. Wenn du dich hochziehst, gibst du auf und fliegst, also überlege gut“, knurrte er mich an. „Was habe ich denn getan? Nur weil...“, ich entschied mich lieber den Mund zu halten und hielt mich mit aller Kraft fest. Jason sah mich schockiert an. Ich drohte abzurutschen, biss die Zähne zusammen. Dann ging Eric und sofort packte Jason meine Arme und zog mich hoch, nahm mich in den Arm. „Ich, ich wollte doch nicht“, meinte ich leise. Jason nickte nur verständnisvoll. Er zog mich mit hoch und zusammen gingen wir dann ins Bad, um mir das Blut von Erics Schlag abzuwischen. Ich sah Jason nun an. „Lass uns zurück gehen und noch trainieren, okey?“, fragte ich, denn ich wollte mich ablenken und meine Wut rauslassen. Jason nickte und zusammen, nebeneinander, gingen wir zurück zum Trainingsraum. Jason nahm ein Kissen, gegen das ich boxen sollte und verbesserte mich, wenn ich taktische oder theoretische Fehler machte und so übten wir weiter.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:31 am

Nach einer ganzen Weile fand ich Tris, sie war zusammen mit Will und Christina draußen bei den Gleisen und sie lagen auf den Boden und schauten in den Himmel. Ich ging zu ihnen und bückte mich über Tris.
"Na was haste heute wieder angestellt?" fragte ich grinsend. Sie blickte mich von unten an und sagte dann. "Er lies wieder ein Mädchen heute morgen an der Schlucht hängen, dass macht ihm immer mehr Spaß, ich habs gesehen und bin dazwischen gegangen, hab ihn weggeschubst und die Kleine hochgeholt, er stand mit einem feuerroten Kopf auf und wollte auf mich losgehen, aber Christina und Will stellten sich vor mich und dann hatte er keine Lust mehr." Sie grinste leicht und ich schüttelte nur den Kopf. "Du hast ein Talent Eric zur Weißglut zu bringen." ich setzte mich zu ihnen und wir erzählten etwas. Die Sonne ging langsam unter und ich musste wieder rein, da die Initianten auf ihre Ergebnisse warteten. Ich bog in die Schlafsäle ein und schnappte mir eine Tafel.

1. George
2. Bill
3. Jason
4. Melissa
5. Melody
6. Mark
7. Matthew
8. Deric
9. Martin
10. Joseli
11. Erica
12. Carla
13. Hoi
14. Luka

Ich hing die Tafel auf und ging aus dem Raum.
Jetzt muss ich aber wirklich ins Bett.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:31 am

Irgendwann war ich dann fertig und meine Hände taten weh. Jason nahm meine Hände. „wir sollten für heute aufhören“, meinte er dann besorgt. Ich lächelte und nickte dann. „Hätte ich jetzt auch gesagt“, erklärte ich ihm. Zusammen gingen wir dann in den Schlafsaal, wo Four gerade rauskam. Die Zwischenergebnisse. Ich ging mit Jason zu der Tafel und er sah die Ergebnisse vor mir, weswegen ich überrascht war, als er mich plötzlich in den Arm nahm. Ich sah auf die Liste. Wir beide waren mit in der oberen Hälfte, also so gut wie sicher. Ich lächelte und da kam auch Melissa zu uns. „Gefeiert wird aber erst, wenn es sicher ist“, meinte sie dann grinsend. Ich nickte.
Dann ging ich duschen. Ich genoss das Wasser auf meiner Haut und wusch mich, doch ich hielt mich nicht lange dort auf und ging dann wieder zurück, wo Melissa und Jason sich unterhielten. Melissa kam zu mir. „Zum Glück lebst du noch. Was wäre nur, wenn du da runtergefallen wärst?“ Ich sah sie verwirrt an, doch dann verstand ich und lächelte aufmunternd. „Mach dir doch nicht nachträglich Sorgen. Es ist ja alles gut gegangen“, meinte ich grinsend. Ich holte uns noch eine Kleinigkeit zu Essen, wobei ich erneut Eric über den Weg lief, doch ich versteckte mich, denn auf noch so ein Treffen hatte ich echt keine Lust.
Ich ging wieder zurück zum Schlafsaal, wo Deric mich am Eingang abfing. Ich sah ihn an, doch ich war kalt und zeigte keine Angst. „Was willst du Deric?“, fragte ich zickig. Er nahm meinen Arm und riss die Jacke hoch. Er grinste. Ich zog den Arm schnell zurück und zog die Jacke wieder über meine Narben. „Ich weiß nicht, was so eine wie du bei den Ferox zu tun hat, aber ich weiß was viel interessanteres und du solltest aufpassen. Ich hoffe meine Nachricht hat dir gefallen“, flüsterte er und ließ mich dann gehen. Ich schluckte schwer und starrte auf den Boden. Jason rüttelte an mir, weswegen ich ihn dann ansah. Er zog mich mit zu seinem Bett, wo er sich hinsetzte und mich an sich zog. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter. „Was ist passiert? Warum ist er so hinter dir her?“, hörte ich Melissas Stimme, doch ich schüttelte nur den Kopf. „Sie will nicht drüber reden, Melissa. Ich glaube, dass wir einfach alle schlafen sollten“, erklärte Jason dann und legte sich hin, wobei er mich mit nach hinten zog. Ich lehnte mich an ihn und schlief dann, obwohl ich es eigentlich nicht wollte, in seinen Armen ein.
Am nächsten Morgen stand ich auf, wobei ich aufpasste, die anderen nicht zu wecken. Ich hatte noch meine Sachen an, weswegen ich mir nur einen Zopf machen musste. Ich ging in die Trainingshalle und fing an ein paar Kraftübungen zu machen und dann meine Technik auszubessern. Ich konnte nicht mehr schlafen nur deswegen war ich hergekommen, denn eigentlich wollte ich nicht mehr früher trainieren, als die anderen.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:31 am

Der Weg in mein Zimmer war länger als mir lieb war, zu viele Gedanken kreisten durch meinen Kopf und all zu oft endeten sie bei meinem Vater. *ratsch* Ein brennen auf meiner Haut, so als wäre ich gerade wirklich von seinem Gürtel getroffen worden. Ein kalter schauerlicher Schauer durchzog meinen Körper, ich war wieder 14 und nichts und niemand konnte mich retten, niemand war da, meine Mutter gestorben und die anderen Altruan zu blind um zu erkennen wie ER wirklich war, ich ging aus meinem Zimmer in die Küche um das Abendessen zu machen, als hinter mir die Tür zu fiel, ich brauchte mich nicht umdrehen um zu sehen wie seine Laune heute war, dieser leichte aber doch kraftvolle Stoß gegen die Tür sagte mir alles. Ich stellte gerade die Teller auf den Tisch als er zu mir kam. "Warum verdammt nochmal ist das Essen noch nicht fertig? Du weißt genau wann ich nach Hause komme und verdammt nochmal das Essen soll fertig sein!" Ich blickte ihn kurz an, aber es machte es noch schlimmer, er öffnete seine Gürtelschnalle. Ich sank auf den Boden und flehte, ich hatte Hausaufgaben auf und musste zu morgen einen Vortrag halten, aber es half nichts. Er zog mich am Arm, so kraftvoll und aggressiv, ich konnte mich nicht wehren, er stelle mich in die Mitte des Raumes und holte aus... es brannte, es brannte jedes mal stärker, ich weiß nicht wie ich den nächsten Schlag aushalten sollte, ich wusste es nie, aber es half nichts.... der nächste Schlag, meine Gedanken waren keine Gedanken mehr, sie waren ein Gewirr aus Fetzen. Noch ein Schlag, ich konnte nicht mehr weinen, ich lag nur noch da.... Ich hörte, wie er seinen Gürtel wieder anlegte und dann, "es war nur zu deinem besten und nun möchte ich essen". Ich verabscheute ihn so sehr, soo sehr aber nicht mehr lange noch 2 Jahre und ich bin weg von hier, weg von ihm.........................
Die Erinnerung war so stark, so real, so lebendig, ich saß zusammengekauert in der Ecke vor dem Trainingsraum, ich stand auf und holte mir aus dem Speisesaal eine Flache Hochprozentigen, es gab keinen anderen weg um diesen Tag/Nacht zu überstehen, die Gefühle waren so stark, ich war zu aufgewühlt, zu instabil. Ich nahm die Flasche und trank, ich trank als würde es keinen Morgen mehr geben, es musste endlich aufhören, die Gedanken und Erinnerungen müssen mich endlich frei lassen, nichts half, nichts brachte mich von ihnen fort, außer dieses ekelhafte Gebräu. Ein weiterer Zug.
Langsam bebte meine Umgebung und meine Gedanken zerronnen wie Wasser in meinen Händen, ich fiel und konnte mich zum Glück wieder aufrichten. Eine Tür, ich gehe durch sie und kann nicht mehr erkennen wo ich bin, ich gehe einfach weiter, setze mich in eine Ecke und gebe mich der Flasche hin, alles um mich herum verschwindet und doch ist alles klar und konstant. Der Schmerz lies nach und eine tiefe melancholische Stimmung suchte mich heim, nur noch kurze Empfindungen durchzogen meinen Körper, nichts war mehr möglich, kein Blick mehr möglich. Ich kenne viele Ferox die fast täglich in diesem Zustand sind, sie sind nur noch Schatten ihrer selbst, Schatten von dem was sie einmal waren, Schatten, weil sie ihr Leben nicht mehr ertragen können, aber mein Leben hat konstanten, Höhepunkte die ich nicht missen möchte, aber zu viel Tiefpunkte an denen ich mich unwillkürlich festhalte, wie lässt man sie los? Noch ein Zug.... die Flasche entgleitet mir und ich bin nicht mehr fähig meine Finger, geschweige denn meinen Arm zu bewegen, mein unsteter und wirrer Blick fällt auf meine Uhr, die irgendwo zwischen Himmel und Erde schwebt. 5:32Uhr irgendetwas will sich in meinem Kopf melden, aber es geht nicht.
Ich knicke ein und sinke mit dem Kopf auf der Brust zu Seite, das letzte was ich wahrnehme sind Matten, Messer und Boxpuppen, aber sie können nicht mehr zu einem klarem Bild zusammengesetzt werden.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:32 am

Ich trainierte hart und schon nach kurzer Zeit hatte ich es geschafft, dass meine Hände wieder angeschwollen und blutig waren, doch ich machte trotzdem weiter. Ich dachte dabei an meinen Vater. Ich hasste ihn und das würde ich immer, da war ich mir sicher. Solange ich diese Erinnerungen an ihn hatte, würde ich ihn immer hassen. Ich wischte mir kommende Tränen wieder weg. Das war zu viel. Ich würde die Erinnerungen am liebsten einfach löschen, wie er abends immer in mein Zimmer getorkelt kam und mir diese schrecklichen Sachen antat. Ich hatte die Augen geschlossen und sah es alles wieder vor mir. Es war einfach schrecklich. Die Schläge, die Schmerzen. Ich war hilflos. Die Schreie hatte niemand gehört, denn er hatte sie mit einem Kissen in meiner Kehle eingesperrt und sie erstickt, wie er es mit mir den einen Abend auch fast getan hatte. Ich spürte das Kissen auf meinem Gesicht und schnappte nach Luft. Nur die Erinnerung machte mich total fertig. Ich hatte in letzter Zeit versucht diesen Hass und diese Wut durch das Kämpfen abzubauen, doch es war noch da. Ich spürte es genau jetzt.
Ich fing erneut an wie wild auf den Boxsack einzuschlagen. Ich wollte dieses schreckliche Gefühl loswerden. Diese Bilder und dieses Trauma, was er in mir verursacht hatte. Es zeichnete mein Leben, denn ich würde es nie vergessen. Die Wunden in meinem Herzen werden zwar heilen, doch die Narben werden mich immer daran erinnern. Niemals wird alles vollständig heilen. Mein Herz wird immer Narben tragen von den vielen Jahren, die ich in dieser Angst gelebt hatte. Die angst, dass er mich nachts umbringt und ich nie wieder aufwache. Die Angst, dass er mir schlimmeres antut, doch ich wusste. Nun war ich sicher. Bei den Ferox würde er mich nicht bekommen. Niemals, denn hier gab es welche, die auch für mich kämpften.
Ich zuckte zusammen, als ich dieses alkoholisierte Stöhnen hinter mir hörte. Ich kannte es von ihm, wenn er in mein Zimmer kam oder abends in der Stube saß. Ich drehte mich blitzschnell um. Mein ganzer Körper zitterte und ich sah mich um. Das war nur ein Traum. Er konnte nicht hier sein. Niemals. Das konnte einfach nicht sein. Der Typ, den ich nun endlich erkannte, war Four nicht mein Vater. Ich sah ihn analysierend an. Warum war er betrunken? Ich ging vorsichtig auf ihn zu. „Four? Was...?“, fing ich an, doch ich gestand mir, dass es keinen Sinn hatte, denn er schien völlig dicht. Die Situation machte mir Angst, denn es erinnert mich so sehr an etwas, woran ich nicht schon wieder denken wollte. Warum hatte er das nur getan? Wenn ihn die anderen so sahen, dann... Ja, was dann? Es war klar, dass ich ihn hier irgendwie wegbringen musste. Ich versuchte ihn zu stützen. „Komm schon Four. Du musst hier weg, helf ein wenig mit. Alleine schaffe ich das nicht.“ Doch es tat sich nichts, also musste ich Hilfe holen. Ich suchte nach jemandem. Noch schliefen die Neulinge, also musste ich mich beeilen, da traf ich auf Zeke. Ich hatte ihn öfter mal mit Four zusammen gesehen, also wusste ich, dass er mir helfen konnte. Ich erklärte ihm die Situation und er erkannte den Ernst der Lage und half mir. Zusammen gingen wir zu Four. Ich stützte ihn auf der einen Seite und Zeke nahm seine andere Seite. Wir brachten ihn in sein Zimmer, wo wir ihn aufs Bett legten. Zeke meinte, dass er noch was zu tun hatte. Ich nickte und stimmte zu hier zu bleiben und etwas aufzupassen.
Dann war ich mit Four alleine. Ich sah ihn an und Tränen stiegen in meine Augen. Ich schloss die Augen und setzte mich auf den Boden, lehnte mich an eine wand, immer ein Auge auf Four. Meine Hände zitterten. Ich musste mich an meinen Vater erinnern und ich hasste mich dafür, genau dafür. Ich hatte Four ein Glas Wasser neben sein Bett gestellt, denn das war das Einzige, was er momentan von mir bekommen würde. Ich schob meinen Ärmel hoch und starrte auf meinen vernarbten Arm. Einige von ihnen waren von meinem Vater, doch auch welche von mir selber, weil ich damals so am Ende war. Die Zeit war schlimm, doch trotzdem hatte es niemand bemerkt. Ich legte meinen Finger auf die Narben und fuhr sie mit sanften weichen Bewegungen nach. Ich sah zu Four. Ich hoffe, dass es ihm schnell besser ging und das er sich nicht zu sehr erschreckte, wenn er mich in seinem zimmer sah, immer hin wollte ich ihm nichts böses. Ich wollte helfen, denn auch er hatte mir schon einmal geholfen. Nur sein betrunkener Zustand gefiel mir nicht. Es riss alte Wunden wieder auf. Ich lehnte meinen Kopf an die Wand, spürte wie eine Träne über meine Wange lief, doch ich wartete einfach nur, denn ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:32 am

Ein flimmern, verschwommene Bilder und verzehrte Stimmen, ich nahm nichts richtig war und doch war ich in einem völlig verqueren Zustand. Mein Schlaf war ruhig, aber mit wirren Träumen durchzogen, wenn ich mich auf eine Sache im Traum konzentrieren wollte war diese sofort verschwunden. Nach einer gefühlten Ewigkeit erwachte ich, dass letzte Bild das ich hatte war von meiner Mutter, wie sie mich in die Arme nahm. Ich öffnete leicht meine Augen und musste mich an das Licht gewöhnen, neben mir stand ein Glas Wasser und unten auf den Boden an die Wand gelehnt war Melody. Was tat sie denn hier, sie strich sich über ihren Arm und ich musste mehrmals blinzeln um einen klaren Blick zu bekommen, sie strich sich über Narben, ihr ganzer Arm war voller Narben, wer hat ihr sowas angetan und wieso? Diese Frage kam mir in den Sinn, ich fand jedoch keine Antwort, mein Blick wanderte zu ihrem Gesicht und man sah ihr an das sie geweint hat, noch ein großes Fragezeichen in meinem Kopf, ich wollte mich nicht rühren, wollte nicht auf mich aufmerksam machen, da mir die Situation zu unangenehm war, ich hoffte Tris würde kommen... Ich hörte die Vögel draußen zwitschern. Die Sonne schien auf mein Gesicht und die Wärme war ein wunderbares Gefühl, es konnte sich nur um Stunden handeln bis sie ging, von daher musste ich die Initiative wagen. "Wer hat dir das da angetan?" meine Stimme klingt gequält und kratzig, ich räusperte mich und versuchte dadurch meine Stimme etwas freundlicher klingen zu lassen, ich nahm das Glas und trank einen Schluck. Ich blickte sie an und wartete auf eine Antwort, denn letztlich scheint sie doch weit mehr durchgemacht zu haben als es auf den ersten Blick scheint und wer wenn nicht ich kann sie verstehen, ich der jahrelang von seinem Vater gequält wurde.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:32 am

Ich hielt mich wach, denn ich wollte nicht auch noch in seinem Zimmer einschlafen. Irgendwie schaffte ich es auch, vielleicht, weil ich einfach zu viel im Kopf hatte. Ich wollte diese Erinnerungen an meine Zukunft löschen, denn es zog mich in solchen Momenten wie gerade, ziemlich runter, obwohl ich es hinter mir lassen sollte. Eine Wut stieg in mir auf. Eine Wut, die gegen mich und meinen Vater ging. Ich kniff die Augen zusammen und spannte den Kiefer an. Beruhige dich. Das hat doch keinen Sinn, sagte ich mir selber und lehnte meinen Kopf wieder an die Wand. Ich konnte die Tränen in dem Moment nicht mehr zurückhalten, aber Four schlief ja eh. Ich schloss die Augen und dämmerte irgendwann leicht weg ohne richtig einzuschlafen, aber so richtig da, war ich auch nicht. Gedanklich abwesend.
Als ich dann Fours Stimme hörte zuckte ich zusammen. Ich sah ihn kurz an, doch als ich die Frage verstand, senkte ich den Blick auf meinen Arm. Ich zog den Ärmel schnell wieder über meinen Unterarm und schwieg, wobei ich schwer schluckte. Was sollte ich sagen? Sollte ich ihm die Wahrheit sagen oder einfach gehen? „Mein Vater, aber einige von den Narben sind auch von mir selber, weil ich den Druck nicht mehr standgehalten habe...“, meinte ich leise, noch immer mit gesenktem Blick. Ich wischte mir schnell die Reste der Tränen weg und legte meine Arme schützend vor meinen Bauch. „Ich... Er war Alkoholiker und hat meinen Bruder und mich immer geschlagen und geschnitten, sogar manchmal verbrannt. Einmal, da konnte ich nicht mehr aufstehen und musste von meinem Bruder ins Krankenhaus gebracht werden“, erklärte ich weiter. Ich schluckte schwer und versuchte weitere Tränen zu unterdrücken. Ein Räuspern meinerseits erklang, um meine belegte Stimme frei zu bekommen. Ich sah Four kurz an, doch dann senkte ich wieder den Blick und zog meine Beine an den Körper an. „Ich schäme mich dafür. Ich möchte einfach nur vergessen, denn diese Angst vor ihm und die Angst um meinen Bruder, der bei meinen Eltern geblieben ist, werde ich nie verlieren“, sprach ich weiter. Ich wollte noch weiter reden, doch dann kam ich mir ziemlich blöd vor. Warum erzählte ich ihm das überhaupt alles? Ich schüttelte nur unsicher den Kopf. Ich schwieg, denn von Eric wäre ich schon längst angeschrien worden und ich wusste nicht, wie Four war, immerhin zeigte ich Schwäche. Ich seufzte und schluckte erneut schwer. „Soll ich besser gehen? Dir... scheint es ja besser zu gehen“, meinte ich und man hörte die Verunsicherung und die Trauer in meiner Stimme. Ich fragte mich, ob ich jemals lernen würde, damit umzugehen, doch ich zweifelte ziemlich daran. Was, wenn er meinem Bruder, wegen meinem Wechsel, etwas angetan hatte? Ich schloss die Augen, um die Tränen zu unterdrücken. Verdammt, hör endlich auf zu heulen!, sagte ich mir selber in Gedanken, doch das brachte nicht wirklich etwas. Es nagte zu sehr an mir.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Tobias Eaton am So Aug 24, 2014 7:33 am

Ich hörte ihr zu, dieses kleine Mädchen hatte genau solch eine Jugend wie ich, Schmerzen und Trauer... Ich blickte sie an und versuchte Worte zu finden, aber Worte sind nichts im Vergleich zu dem was man fühlte, Worte passen nie zu dem was man sagen will und lassen einen Menschen dumm und emotionslos wirken. Früher konnten mich Worte nicht aufmuntern, jedoch die bloße Anwesenheit von Menschen beruhigte mich, vielleicht ist sie deswegen ja noch da. "Ich verstehe dich Melody, mein Vater schlug mich früher mit einem Gürtel, es gab nie einen wirklichen Grund, nach dem Tod meiner Mutter wurde es noch schlimmer und deswegen verließ ich die Altruan und kam zu den Ferox" Sie macht sich große Sorgen um ihren Bruder, die Sorge um einen Menschen kann einen zur Verzweiflung bringen und man tut dumme Sachen, ich muss ihr zeigen das es ihrem Bruder gut geht. "Melody, willst du deinen Bruder sehen?" Die Sache ist gefährlich, sollte mich Eric erwischen wie ich einen Initianten in das Herz unseres Hauptquartiers führe, nur um sein Heimweh zu stillen, könnte mir das ordentlich Ärger bringen. Aber was tut man nicht alles um das Gewissen eines verzweifelten Menschen zu beruhigen. Ich schaute auch oft genug den Altruans zu, einfach um mich an die kurze Zeit zu erinnern, als ich so etwas wie eine Familie hatte, ohne Schläge und mit einer Mutter an meiner Seite. Ich musste aufstehen, den ganzen Tag im Bett zu liegen ist schrecklich, ich lasse meine Beine über den Rand des Bettes fallen und erhebe mich, mein Kopf dreht sich und mein Magen hüpft auf und ab, aber es hilft nichts, ich schleppe mich ins Bad und klatsche mir Wasser ins Gesicht, mein T-Shirt riecht etwas streng, ich ziehe es aus und betrachte einen blauen Fleck an meinem Arm. "Sag mal wer hat mich denn hier geschlagen?" frage ich etwas scherzhaft.
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Re: Four und Melody

Beitrag von Melody Nolan am So Aug 24, 2014 7:34 am

Ich spürte, dass Fours Blick auf mir lag, doch ich wollte ihn nicht ansehen, denn ich wusste, dass der Schmerz in meinen Augen zu sehen war. Die Augen waren der Spiegel zur Seele und ich wollte nicht, dass er in dem Moment solch einen Einblick bekam. Nicht in meinem Zustand. Ich fragte mich genau in dem Moment, warum ich überhaupt noch hier war, doch die Antwort hatte ich auch nicht. Four fing an zu sprechen und das brachte mich dazu, meinen Blick doch zu heben und ihn anzusehen, auch wenn er dann die Tränen sah, die meine Augen zum glänzen brachten. „Mein Vater meinte immer, dass etwas Schlimmes passiert, wenn einer von uns wechselte und um mich zu schützen ist Erin, mein Bruder, geblieben, aber ich habe ihn verraten. Zumindest fühlt es sich so an“, erklärte ich darauf, doch bei seiner Frage sah ich ihn ungläubig an. Das ging doch nicht, wenn Eric das raus finden würde, dann wäre ich tot oder zumindest bei ihm komplett unten durch. „Das... natürlich, aber... das ist doch verboten“, meinte ich verunsichert. Was war, wenn ich etwas erfuhr,was mich nur noch mehr runterziehen würde oder, dass es meinem Bruder nicht gut ging? Was sollte ich dann tun? Ich spürte das Zittern meiner Hände und spannte sie an, damit das Zittern aufhörte. Ich wischte mir die Tränen weg und sah Four an, der sich nun aufsetzte. Ich rieb mir die Arme. Was war nur mit mir los verdammt nochmal? Ich schloss die Augen und dachte an meinen Bruder, wie er mich immer in den Arm genommen hatte, wenn ich traurig war. Ein Lächeln umspielte meine Lippen. Ich öffnete die Augen wieder und sah, dass Four nicht mehr auf dem Bett saß. Ich stand auf, meine Beine waren leicht taub vom durchgehenden Sitzen, aber es pendelte sich schnell wieder ein. Ich ging zur Tür vom Bad, denn ich ging davon aus, dass er sich nur kurz sein Gesicht waschen wollte, doch dann sah ich ihn. Ohne Shirt. Ich sah das Tattoo und mein Atem stockte. Er sah ziemlich gut aus, aber er war mit Tris zusammen und das respektierte ich, aber dieses Tattoo... Es ähnelte meinem, zumindest vom Inhalt her. Dann sah ich verlegen zu Boden und strich mir durch die Haare.
Ich sah ihn wieder an, als er sein Shirt wieder anhatte. Ich sah ihm nun doch einmal in die Augen. „Ich habe auch zwei Tattoos. Eins überm Schlüsselbein. Eine Feder, die zeigt, dass die Hoffnung nie verloren gehen darf und auf dem Rücken eins, mit den Zeichen der fünf Fraktionen“, meinte ich und überlegte, was ich nun sagen könnte. Konnte ich mich ihm anvertrauen? Ich atmete tief durch. „Ich habe mir das auf dem Rücke stechen lassen, weil... ich vier von ihnen in mir trage. Four, bitte verrate mich nicht, aber... ich muss mit irgendwem darüber sprechen. Ich bin eine... Unbestimmte und ich habe keine Ahnung, was ich in der zweiten Phase und bei der Prüfung später machen soll. Ich habe gehört, dass man als Unbestimmte anders denkt“, meinte ich unsicher und fuhr mir erneut durch die Harre. Ich senkte wieder den Blick und ging dann aus dem Badezimmer, setzte mich wieder an die Wand auf den Boden. Ich redete eindeutig zu viel. Was wenn Four mich verraten würde oder bedeutete das Tattoo au seinem Rücken vielleicht, dass er selber war, wie ich auch war? Unbestimmt...? Ich schluckte schwer. „Ich fühle mich gerade etwas überfordert. Deric hat mich nicht nur angegriffen, weil er gegen mich verloren hatte. Ich glaube, dass er etwas weiß, was er nicht wissen sollte“, erklärte ich und meinte damit natürlich mein Testergebnis. Ich drückte meine Hände gegen den Bauch, wenn ich hatte Krämpfe im Magen. Es belastete mich nicht nur mental, sondern auch gesundheitlich. Ich atmete tief durch und versuchte mich wieder etwas zu beruhigen. Ich machte mir vielleicht auch nur zu viele Sorgen, aber die Frau damals hatte mir gesagt, dass niemand erfahren durfte, was mein Testergebnis war und nun wussten es mehrere. Das beunruhigte mich.
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Re: Four und Melody

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